Österreichs Nationalparks im Herbst

Nationalpark

Written by Sabrina

31 Aug, 2021

Beeindruckende Bergmassive, malerische Landschaften und eine beachtliche ökologische Vielfalt – in insgesamt 6 Nationalparks liegen die landschaftlichen Schätze Österreichs verborgen. Lasst euch von hohen Gebirgsketten, saftigen grünen Tälern und unglaublichen Panoramaausblicken faszinieren. Idylle pur erwartet euch, wenn ihr der Stadt mal für ein paar Tage entfliehen und stattdessen in die österreichische Natur eintauchen wollt. An schönen Herbsttagen könnt ihr ausgedehnte Spaziergänge oder Wanderungen machen – doch welche Nationalparks gibt es zu erkunden? In unserem heutigen Blog stellen wir sie euch vor. Viel Freude beim Lesen!

Nationalpark Gesäuse

Wir starten im grünen Herzen von Österreich – der Steiermark mit ihrem Nationalpark Gesäuse. Der Name ist auf das rauschende Wasser der Enns zurückzuführen. Im Nationalpark zeigt diese nämlich noch Wildflusscharakter. Das besondere an diesem Nationalpark ist, dass hier jegliche natürliche Ressourcen geschont werden und die Natur vollkommen unberührt bleibt. Dadurch findet man eine großartige Artenvielfalt vor. Die Landschaft ist von tiefen Schluchten in den Ostalpen, steilen Felswänden und natürlich dem wilden Wasser der Enns geprägt. Im Herbst bieten sich ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen an. Touren gibt es dabei passend zu euren Anforderungen. Mit der Familie könnt ihr beispielsweise die Johnsbacher Almrunde begehen. Auf der 10km langen Strecke kommt ihr bei 4 bewirtschafteten Almen vorbei. Auch zur sogenannten Mödlinger Hütte lohnt sich ein Ausflug. Anspruchsvolle Kletterrouten oder interessante Themenwege könnt ihr ebenfalls in Angriff nehmen. Der einzige Nationalpark der Steiermark hat definitiv einiges zu bieten!

Nationalpark Gesäuse
Nationalpark Gesäuse

Nationalpark Thayatal

Das Naturjuwel Thayatal findet ihr in Niederösterreich. Über viele Jahr hinweg hat die Thaya hier einen beeindruckenden Lebensraum geschaffen. Steile Hangwälder prägen das landschaftliche Bild und über 40% aller in Österreich vorkommenden Pflanzenarten sind zu finden. Außerdem lebt eine Vielzahl von gefährdeten Tierarten im Nationalpark, allen voran die Europäische Wildkatze. In einer über 400 Quadratmeter großen Anlage beim Nationalparkhaus könnt ihr die beiden Wildkatzen Frieda und Carlo beobachten. Auf dem Wildkatzenwanderweg erwarten euch außerdem spannenden Fakten rund um die Tierart. Weitere Wander- und Radwege gibt es natürlich auch zu erkunden. Um einen guten Eindruck vom Thayatal zu bekommen, empfehlen wir den Thayatalweg. Dieser führt über weite Strecken entlang des Flussufers und bietet traumhafte Ausblicke über das gesamte Tal.

Burg Hardegg im Thayatal
Burg Hardegg im Thayatal

Nationalpark Donau Auen

Zwischen Wien und Bratislava beheimatet Österreich die letzte große Flussauenlandschaft Mitteleuropas. Richtig gehört! Auf insgesamt 9.600 Hektar Fläche erstrecken sich saftig grüne Auwälder. Die Bewahrung und der Schutz ursprünglicher Natur werden in den Mittelpunkt gestellt. In der Donau leben beeindruckende 60 verschiedene Fischarten und Biber könnt ihr mit etwas Glück ebenfalls beobachten. Der Weitwanderweg 07 führt durch die Donauauen und entlang des Ufers könnt ihr am Donauradweg fahren. Insbesondere für alle WienerInnen unter euch, bietet sich der Nationalpark perfekt für Tagesausflüge im Herbst an. Der Schlossinsel im Nationalpark solltet ihr dann unbedingt einen Besuch abstatten: hier könnt ihr in der Unterwasserbeobachtungsstation das Ökosystem der Donaualtarme beobachten – fast wie bei einem Tauchgang! Selbst wenn das Wetter im Herbst also mal etwas kühler sein sollte: im Nationalpark Donau Auen kann man auch indoor viel erleben!

Nationalpark Donau Auen
Nationalpark Donau Auen

Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel

Weiter geht es in den Osten von Österreich! Bis zu unserem Nachbarn Ungarn erstreckt sich ein Steppen-Nationalpark. Die Region Neusiedlersee ist hinsichtlich Tier- und Pflanzenarten pannonisch, alpin, asiatisch, mediterran und nordisch geprägt. Das macht das Gebiet auf jeden Fall einzigartig! Der Neusiedlersee selbst ist von insgesamt 180 Quadratkilometern Schilfgürtel umgeben und bietet zahlreiche Möglichkeiten für Wassersport, wie beispielsweise Windsurfen und Segeln. Außerdem solltet ihr euch die Sonnenuntergänge über dem See nicht entgehen lassen – sie sind ein wahres Naturschauspiel! Der Seewinkel ist ein beliebtes Ausflugsziel für Radtouren. Dabei kommt ihr auch an den Salzlacken der Region vorbei, die das Landschaftsbild sowie Flora und Fauna der Region deutlich prägen. Wenn ihr gleich ein paar Tage im Burgenland verbringen möchtet, können wir euch einen Wellnessurlaub im 4*S Reduce Hotel Vital sehr ans Herz legen!

Sonnenuntergang am Neusiedler See
Sonnenuntergang am Neusiedler See

Nationalpark Hohe Tauern

Einer der schönsten Nationalparks Österreichs ist der Nationalpark Hohe Tauern. Den Nationalpark könnt ihr in gleich drei Bundesländern erkunden – Salzburg, Tirol und Kärnten. Eine Fläche von über 1.800 Quadratkilometern macht den Nationalpark nicht nur zu einem der größten Österreichs, sondern sogar Mitteleuropas. Die landschaftliche Kulisse des Schutzgebiets ist von über 300 Berggipfeln geprägt. Zu diesen zählen unter anderem der höchste Berg Österreichs, der Großglockner, sowie der Großvenediger. Die Hohen Tauern sind außerdem Heimat von rund 15.000-20.000 Tier- und mehr als 3.000 Pflanzenarten, darunter das bekannte Edelweiß. Wenn ihr im Nationalpark unterwegs seid, solltet ihr euch keinesfalls die höchsten Wasserfälle Österreichs entgehen lassen! Die Krimmler Wasserfälle erreicht ihr über einen Wanderweg, der im Ort Krimml startet. Besonders im Herbst empfehlen wir euch einen Ausflug zu den Wasserfällen, da diese dann weniger stark frequentiert sind als im Sommer. Ein wunderschönes Hotel inmitten des Nationalparks ist das Hotel Goldried in Osttirol.

Nationalpark Hohe Tauern
Nationalpark Hohe Tauern

Nationalpark Kalkalpen

Last but not least: der Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich. Habt ihr gewusst, dass in Österreich noch Urwaldreste vorhanden sind? In diesem Nationalpark liegen sie versteckt in verborgenen Tälern und tragen dazu bei, dass die Artenvielfalt besonders groß ist. Beispielsweise sind die oberösterreichischen Kalkalpen Lebensraum von Luchsen, die im Nationalpark geschützt werden. Großflächige Wälder, tiefe Schluchten, rauschende Bäche und saftige Almen prägen das Landschaftsbild der Kalkalpen. Wer gerne wandert oder einfach Spaziergänge durch die malerische Natur machen möchte, kann aus Wanderrouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Starten könnt ihr im Steyrtal, Ennstal oder in der Pyhrn-Priel Region. Was gibt es schöneres, als sonnige Herbsttagen in der österreichischen Natur zu verbringen und die Idylle der Bergwelt zu genießen?

Nationalpark Kalkalpen
Nationalpark Kalkalpen

Unabhängig davon, welchen der österreichischen Nationalparks ihr besuchen möchtet – im Herbst erwartet euch auf jeden Fall eine farbenfrohe und einzigartige Stimmung! Also ab in die Natur und viel Spaß! 🙂

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